2 Sterne Buecher Lesemonat-Juni Oetinger Verlag Rezension

Die Tribute von Panem X – Das Lied von Vogel und Schlange

„Die Tribute von Panem X – Das Lied von Vogel und Schlange“ ist ein Science-Fiction Roman von Suzanne Collins und ist am 19. Mai 2020 im Oetinger-Verlag erschienen. Bei dem Buch handelt es sich um ein Prequel von Die Tribute von Panem.  Das Buch umfasst 604 Seiten und kostet 26,00€
[Kann Spoiler enthalten]

Das Buch handelt von dem 18-jährigen Coriolanus Snow, der sich am Morgen der Ernte der zehnten Hungerspiele bereit macht, um als Mentor bei den Hungerspielen zu Ruhm und Ehre zu gelangen. Die einst mächtiges Familie Snow durchlebt eine schwere Zeit und ihr Schicksal hängt davon ab, ob es Coriolanus gelingt, seine Konkurrenz zu übertrumpfen und seinen Tribut zum Sieg zu verhelfen. Die Chance, der Mentor des siegreichen Tributs zu werden, steht jedoch schlecht. Denn sein Tribut ist ausgerechnet der weibliche Tribut aus dem heruntergekommenen Distrikt 12: Lucy Gray, das Mädchen im Regenbogenkleid, welches zwar singen kann, aber für den Kampf ungeeignet scheint. Jede Entscheidung die Coriolanus trifft, könnte über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Es beginnt ein brutaler Kampf in der Arena, bei dem Coriolanus schnell feststellt, dass sein Schicksal untrennbar mit Lucy Grays verbunden ist.

Meine Meinung:
Ich habe sehr lange auf dieses Buch hin gefiebert und war echt froh als ich dieses Buch in den Händen gehalten habe. Ich habe es dann zusammen mit zwei Bookstagrammern (Lexi und Jessica), in einem Buddyread gelesen. Und leider weiß ich nicht so recht, was ich von diesem Prequel halten soll.
Ich fand es wirklich klasse, wieder in die Welt von Panem einzutauchen, aber leider war mir das alles zu oberflächlich und unklar. In der Mitte des Buches kam kurze Spannung auf, ist dann aber sofort wieder abgeflacht.

Die Thematik in der Geschichte fand ich klasse. Es wurde der Krieg, der vor den Hungerspielen durch Panem gewütet hat, wesentlich besser erzählt, als in den nachfolgenden Teilen. Außerdem war ich erstaunt darüber, wie die zehnten Hungerspiele abgelaufen sind. Es war einfach das komplette Gegenteil zu den 74 Hungerspielen. Aber leider sind diese Hungerspiele sehr schnell in den Hintergrund geraten. Sie waren die meiste Zeit langweilig und unspektakulär. Was vermutlich daran lag, dass die Spiele damals erst im Aufbau waren und Sie noch nicht 100% wussten, wie sie die Spiele großziehen soll. Trotzdem habe ich mir von den Hungerspielen mehr erhofft.

Dazu fand ich das Ende sehr an den Haaren herbeigezogen. Es wirkte so, als wenn die Autorin schnell das Ende einleiten und noch viele Geschehnisse mit einarbeiten wollte. Es war so verwirrend und unklar. Man konnte nicht nachvollziehen, warum Snow sich plötzlich von allen abgewandt hat. Da hätte ich mir etwas mehr Action und Spannung erhofft.

Coriolanus Snow wird als schlau und unberechenbar beschrieben. Er unternimmt wirklich alles, um die Hungerspiele zu gewinnen. Er würde dafür sogar über Leichen gehen.
Ich wurde mit Snow leider nicht wirklich warm. Ich konnte keine Verbindung zu ihm aufbauen. Einerseits wollte er unbedingt mit Lucy zusammen sein, aber im nächsten Moment war Sie ihm egal, was für mich unverständlich war. Ich hätte gerne erfahren, warum er später zu so einem eiskalten Präsidenten wird. Doch das war leider nicht der Fall. Er war für mich einfach ein Dorn im Auge.  

Lucy Gray wird als schlau und musikalisch beschrieben. Am Tag der Ernte singt Sie ein Lied für die Bewohner für Distrikt 12, was im weiteren Verlauf zu ihrem Markenzeichen wird. Ich fand es interessant, wie Sie bei den Hungerspielen versucht hat zu überleben. Das hat mich wirklich neugierig gemacht, wer diese Lucy Gray ist. Aber leider hab man kaum Einblick in ihr Leben erhalten. Es wurde zwar immer mal wieder Ereignisse auf ihrem Leben angeschnitten, aber mehr leider auch nicht. Ich konnte keine emotionalen Verbindungen zu ihr aufbauen, weshalb Sie mir in der Arena kein bisschen leidgetan hat.    

Zu den Nebencharakteren kann ich leider nicht viel sagen, da diese sehr schnell in den Hintergrund gerückt sind und gar nicht richtig auf diese eingegangen wurde. Sie wurden blass geschrieben, weshalb man einfach keine Gefühle für diese entwickeln konnte. Ich hätte gerne mehr über Sejanus und die anderen Erfahren.

Der Schreibstil der Autorin war etwas gewöhnungsbedürftig und zähflüssig. Die Geschichte von Snow und Lucy wurde aus der Erzähler Perspektive geschrieben, weshalb es mir anfangs schwergefallen ist, in die Welt einzutauchen. Dazu konnte durch den Schreibstil keine Spannung aufgebaut werden.  Zum Cover kann ich einfach nur sagen, dass es unglaublich toll aussieht. Es ist schlicht gehalten und springt einem sofort ins Auge. Die Idee mit dem X, der Schlange und dem Vogel fand ich klasse. Es spiegelt den Titel diese Prequels wider und wirkt in meinen Augen etwas geheimnisvoll. Dazu passt es sehr gut zur Neuauflage von die Tribute von Panem.  



Mein Fazit:
Ich weiß leider nicht so recht, was ich zu diesem Buch sagen soll. Ich bin ein wirklich großer Panem Fan und könnte die Trilogie rund um Katniss und Peeta unglaublich oft lesen. Doch das Prequel hat mich leider in jeder erdenklichen Weise enttäuscht. Die Thematik in diesem Buch war wirklich gut und auch die Idee dahinter, die Hungerspiele aus der Sicht des Mentors zu erzählen fand ich klasse. Aber weder die Charaktere, noch die Hungerspiele noch das Ende konnten mich überzeugen. Ich konnte keine Verbindung zu Lucy und Snow aufbauen, was das Buch Erlebnis leider komplett kaputt gemacht hat. Dazu war die Umsetzung einfach schlecht und unklar. Weshalb ich diesem Buch leider nur 2,5 von 5 Sternen geben kann. Wäre dieses Buch nicht so teuer, würde es jeden Panem Fan empfehlen, der wissen möchte wie die Hungerspiele damals waren.     

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